Rasen

Beim Rasen handelt es sich um eine stark zehrende Dauerkultur dicht an dicht stehender Gräser. Anders als bei anderen Kulturpflanzen wird auf Rasen gespielt, gelaufen und sogar gefahren. An Gräser und Boden werden also besonders hohe Anforderungen gestellt.

Bodenvorbereitung

Säuberung der Fläche
Die zur Einsaat vorgesehene Fläche wird von Unrat (Plastik, Glas, usw.) und Steine (Durchmesser > 5cm) gesäubert.

Bodenlockerung
Zur Beseitigung von Verdichtungen wird der Boden auf einer Tiefe von mind. 10cm gelockert (gefräst). Dabei sollten Wurzelunkräuter wie z.B. Quecke, Giersch, usw sorgfältig entfernt werden.

Bodenverbesserung/Düngung
Die Grundlage für einen gesunden und strapazierfähigen Rasen ist eine optimale Bodenstrucktur. Besonders gut geeignet zur Verbesserung der Bodenstrucktur und Aktivierung des Bodenslebens sind organische Substanzen wie Stallmist, Kompost, usw. Bei stark Bindigen Böden (schwere Ton und Lehmböden) kann zur verbesserung der Wasserdurchlässigkeit die Einarbeitung von Sand (etwa 4 - 5m³ der Körnung 0 -2 mm pro 100 m²), Lava, Blähton etc. notwendig werden. Dies ist notwendig wenn Rasenflächen auf bindigen Böden auch bei Nässe intensiven Belastungen ausgesetzt sind.

Grobplanum
Die Fläche wird zunächst grob planiert. Gewünschte Modellierungen sind weitläufig und gleichmäßig anzulegen. Waren großere Unebenheiten vorhanden, muss die Fläche nach dem Grobplanum noch einmal gefräst werden, um eine gleichmäßige Lockerung zu erreichen und ungleichmäßige Setzungen zu vermeiden. Man kann die so vorbereitete Fläche 3 - 4 Wochen liegen lassen, damit im Boden vorhandenen Wildkrautsamen keimen und bekämpft werden können.

Anwalzen
Damit keine Späteren Setzungen eintreten, muss die Rasenfläche vor der Einsaat gut abgesetzt oder angewalzt werden.

Feinplanum
Mittels einer Holzharke wird die Fläche möglichst eben Planiert (gerade geharkt). Anschlüsse an Kanten, Plattenbelägen usw. müssen bündig sein, dürfen aber, da sich der Rasen im Laufe der Zeit nach oben erhöht, nach unten bis 2cm abweichen.

Einsaat

Zur Keimung benötigt der Samen ausreichent Feuchtigkeit, einen gut gelockerten Boden und Wärme. Günstig sind Bodentemperaturen ab 8 °C. Zum Zeitpunkt der Aussaat sollte Windstille herrschen, um eine gleichmäßige Verteilung zu ermöglichen. Der Boden sollte trocken sein, damit das Saatgut beim Einharken und Abwalzen nicht an Schuhen und Walze kleben bleibt.

Schritt 1
Die erforderliche Saatgutmenge abwiegen und halbieren. Man sagt ca.25-30g/m².

Schritt 2
Die eine Hälfte breitwürfig ausstreuen, indem man in gleichmäßigen Abständen über die Fläche hin und her geht. Die andere Hälfte genauso ausbringen, nur geht man nun quer zum ersten Mal über die Fläche. Größere Flächen sollte man unterteilen. An den Kanten sollte man etwas dichter sähen. Zur erziehlung "scharfer" Rasenränder können z.B. Foliebahnen oder Bretter als Begrezung ausgelegt werden.

Schritt 3
Zum schutz vor einer Schnellen Austrocknung durch Sonne und Wind während des Keimvorganges die Grassaat mit der Harke flach (0,5 - 1,5 cm tief) in den Boden einarbeiten.Desweiteren hilft diese Maßnahme, den Saatgutverlust durch Vogelfraß einzuschränkren.

Schritt 4
Damit der Samen Bodenanschluss und damit Feuchtigkeit zum keimen bekommt, sollte die Rasenfläche nun noch einmal angewalzt werden. Dabei wird die Bodenoberfläche auch geglättet, eine Voraussetzung für das spätere Mähen.

Bewässerung

Solange der Samen nicht keimt, kann er durch Trockenheit nicht geschädigt werden. Trockenheit während der Keimung führt jedoch unweigerlich zum Tode der Gräser. Wenn nach der Aussaat beregnet wird, die Keimung also einsetzt, muss die Saat bis zum Auflaufen feucht gehalten werden. Entsprechend sollte nach der Aussaat nur eine Beregnung vorgenommen werden, wenn eine Bewässerung während nachfolgender Trockenperioden gewährleistet werden kann. Zum Bewässern eignet sich ein Gartenschlauch mit einem Rasensprenger, alternativ aber auch eine normale düse. Beim Bewässern ist die Regel nicht zu oft dafür aber durchdringend bis zu einer Tiefe von 10 - 15 cm. Der Boden darf nicht verschlämmen, auch dürfen sich keine Pfützen bilden die das Saatgut zusammen schwämmen. Die Keimdauer beträgt bei mind. 8 °C Bodentemperatur durchschnittlich 2 - 3 Wochen.


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