Teichtechnik

Man hat sich einen Teichgebaut und weiß nicht mehr genau welche Folienart es war, dann kann man mit der nachfolgenden Tabelle herausfinden um welchen Kunststoff es sich handelt. Die Bestimmung und Eingruppierung der Kunststoffe ist vor allem für die richtige Verarbeitungstechnik (Schweißverfahren, Schweißtemperatur, Lösungsmittel) der einzelnen Kunststoffgruppen von Bedeutung. Im Handel sind eine Vielzahl von Kunststoffen z.T. mit Zusätzen von Weichmachern und Farbstoffen erhältlich. Beschaffenheit und Aussehen machen es für den Anwender nicht immer einfach die verschiedenen Kunststoffen sicher zu bestimmen. Mit den im folgenden beschriebenen einfachen Versuchen lassen sich die im Teichbau überlicherweise verwendeten Kunststoffe sicher bestimmen.

Versuch: Durchfürung:
Schwimmprobe Sie trennt die Kunststoffe, die Schwer, und in solche dir leichter als Wasser sind. Dazu genügt meistens eine mit Wasser gefüllte Schale. Anhaftende Fremdsubstanzen entfernen!
Brennbrobe Probe mit Pinzette an der Flamme des Bunsenbrenners entzünden (Es geht auch mit einem Feuerzeug). Brandverhalten außerhalb der Falmme beurteilen!
Geruch der Rauchschwaden Probe aus der Flamme nehmen, gegebenenfalls die Flamme zum Verlöschen bringen. Geruch beurteilen.

Versuch Kunststoff PVC Weich
Weich Poly-vinylchorid
PE Weich Poly-
ethylen
PIB
Poly-
isobutylen
EPDM
Ethylen-Propylen Kautschuk
Schwimm-
probe
schwimmt
schwimmt nicht

x
x
 

x

x
Brennprobe
Verhalten
außerhalb
der Flamme
brennt
brennt rußend
brennende Tropfen
brennt nicht
x
 
 
 
 
 
x
 
 
x
 
 
 
 
 
x
Geruch der Schwaden stechend
nach Paraffin
nicht typisch
x
 
 
 
x
 
 
 
x
 
 
x

Verarbeitung von Kunststoffolien:
Teichfolien werden durch Schweißen verbunden.

Es werden für die vorher genannten Folien fast ausschließlich die Schweißverfahren
-Quellschweißen
-Warmgasschweißwn
angewendet.

Quellschweißen:
Teichfolien aus löslichen Termoplasten werden vorzugsweise mit dem sogenannten Lösungsmitteln verklebt. Das Lösungsmittel dringt an der Klebestelle in die Oberfläche des Werkstoffes ein und erzeugt eine angelöste Zone in der die Molekühle des Kunststoffes beweglich werden. Beim Zusammendrücken der beklebten Flächen, verkarken sich die angelösten Flächen wieder. Ist das Lösungsmittel verdunstet hat die Klebestelle annähernd die Festigkeit des Grundwerkstoffes.

Warmgasschweißen:
Hierunter versthet man das verbinden von Kunststoffen Unter Anwendung von Wärme und Druck. Kunststoffdichtungsbahnen werden ohne Zusatzstoffe warmgasgeschweißt, indem die übereinander gelegten Dichtungsbahnen durch dazwischen geblasene Heißluft plastfiziert und durch Abrollen zusammengedrückt werden. Die Molekühle verknäulen und erstarren dann während der Abkühlung.

Kunststoffart Quellschweißen Warmgasschweißen Schweißtemperatur °C
PVC x x 300-350
PE - x 250-300
PIB x - -
EPDM - x 420-470

Kontrollieren und gegebenenfalls Nachbessern der Näthe.

Die Nähte werden mit einer Prüfnadel oder ähnlichem (Scherenspitze) auf durchgehende Geschlossenheit geprüft. Noch offene Stellen können zunächst nur durch Warmschweißen ausgebessert werden. Quellschweißen ist erst wieder nach ca. 12 Stunden möglich.


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